Nutzung des Gateways
Aus Fidopedia
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[bearbeiten] Überblick
Fido.DE stellt ein öffentlich zugängliches Gateway bereit, das die beiden Welten FidoNet (Netmail/Echomail) und Internet (E-Mail/Newsgroups) miteinander verbindet.
Um Nachrichten aus dem Fidonet (Netmail/Echomail) im Internet transportieren zu können, muß am Gateway eine Umsetzung der Fido-Adressen auf eine Internet-Domain stattfinden.
Diese Domain lautet generic.fido.de. Die Domain wird dann um die Fido-Adresse in pfnz-Notation ergänzt (pfnz steht dabei für "PointFidoNetZone").
Aus 2:2499/123.456 wird dabei p456.f123.n2499.z2.generic.fido.de.
Der Fido-Benutzername wird mit Unterstrichen verbunden und als User vor die Domain gesetzt:
Kalle Testpoint @ 2:2499/123.456 -> Kalle_Testpoint@p456.f123.n2499.z2.generic.fido.de
Diese Umsetzung ermöglicht dann den Transport und vor allem die korrekte Zustellung einer Email-Antwort ins FidoNet.
Anm:
Fido-Sysops können bei Fido.DE eine eigene "Subdomain" (z.B. testsystem o.ä.) statt der pfnz-Notation eintragen lassen.
Dann wird aus p456.f123.n2499.z2.generic.fido.de automatisch testsystem.fido.de - also auch der Zusatz generic entfällt.
Diese Möglichkeit steht auch einzelnen Points offen, nicht nur Nodes
Nachfolgend ist anhand von kleinen Beispielen die Nutzung beschrieben. Beteiligt sind die fiktiven Teilnehmer:
- Der Fidonet-Point "Kalle Testpoint" mit der Fido-Adresse 2:2499/123.99
- Der Internet-Nutzer "Franz Internetuser" mit der Email-Adresse FranzTest@example.com
[bearbeiten] Netmail (Fido) -> Email (Internet)
Um vom Fido aus eine Email ins Internet zu schreiben, adressiert man seine Netmail an den Benutzer UUCP bei der Fido-Adresse des Fido.DE-Gateways.
Diese Fido-Adresse lautet derzeit 2:2437/33.99
In der allerersten Zeile des Nachrichtentextes (Body) setzt man hinter "To: " die Internet-Adresse des Empfängers ein. Nach einer weiteren Leerzeile beginnt man dann seine eigentliche Nachricht.
Hier eine Beispiel-Mail von dem Point Kalle Testpoint@2:2499/123.456 (Fido) an FranzTest@example.com (Internet):
From: Kalle Testpoint 2:2499/123.456
To: UUCP 2:2437/33.99
Subject: Die ist eine Testmail
To: Franz Internetuser <FranzTest@example.com>
Hallo Franz,
.....
Viele Fido-Editoren haben spezielle Funktionen zum Adressieren von UUCP-Gateways, die einem die Eingabe erleichtern.
Die Fido-Adresse des Absenders wird für den Transport im Internet
Anm:
Kurze Email-Adressen können auch direkt in die TO:-Zeile im Fido-Editor eingegeben werden.
In diesem Fall entfällt natürlich die erste "To: "-Zeile im Body
[bearbeiten] Email (Internet) -> Netmail (Fido)
Um einen Fido-Teilnehmer aus dem Internet zu erreichen, muß seine Fido-AKA bekannt sein. Aus dieser Fido-AKA muß wie in der Übersicht beschrieben die Internet-Domain gebildet werden.
Hier eine Beispiel-Email von FranzTest@example.com (Internet) an den Point Kalle Testpoint@2:2499/123.456 (Fido):
From: Franz Internetuser <FranzTest@example.com>
To: Kalle Testpoint <Kalle_Testpoint@p456.f123.n2499.z2.generic.fido.de>
Subject: Die ist eine Testantwort
Hallo Kalle,
.....
[bearbeiten] Echomail (Fido) -> Newsgroups (Usenet)
Bluff.
[bearbeiten] Newsgroups (Usenet) -> Echomail (Fido)
Vorweg:
Im FidoNet herrscht strikte Realnamens-Pflicht.
Und dies ist keine Empfehlung einer Netiquette (wie im de-Usenet) sondern Zugangsvoraussetzung.
Im Gegensatz zum Usenet (den Newsgroups) haben Echomails im FidoNet ebenfalls eine "TO: "-Zeile, in die der Name des Autors gehört, auf dessen Nachricht man sich bezieht.
Vorsicht: Wird diese Besonderheit nicht beachtet, ist auf Fido-Seite sehr viel Unmut zu erwarten, weil alle Echomails unter "TO: All" erscheinen :-(
Das Problem ist nun, daß diese Information für das Fido-TO: eigentlich im Usenet-Posting nicht vorhanden ist, sondern von der Gateway-Software "rekonstruiert" werden muß. Wenn der Autor des Postings der Gateway-Software keine direkte Hilfe dazu gibt, versucht die Software die Information aus der sog. "Attribution"-Zeile zu erraten.
Als Attribution-Line bezeichnet man die Einleitung in der ersten Zeile eines Usenet-Postings, die üblicherweise so aussieht:
Kalle Testpoint schrieb am 12. Mai 2008:
Wenn die Gate-Software auf diese Zeile trifft, extrahiert sie den dort gefundenen Namen und setzt ihn in das TO:-Feld auf Fido-Seite ein. Das funktioniert über sog. Reguläre Ausdrücke für eine Vielzahl von Varianten von Attribution-Lines. Allerdings ist die Methode unsicher, weil eine vielzahl von Newsreadern und deren Nutzer ganz eigene Vorlieben für die Gestaltung dieser Attribution-Line haben. Es kommt also immer wieder zu Fehlinterpretationen durch das Gateway. Wenn der Auto dazu noch etwas völlig anderes in die erste Zeile seines Postings schreibt (z.B. eine persönliche Anrede wie "Hallo Kalle,"), dann versagt diese Methode völlig.
Es gibt allerdings eine sichere Methode, um dieses Problem zu umgehen:
Die Benutzung eines Benutzerdefinierten Headers im Posting, in dem man die gewünschte Information für das Gateway bereitstellt.
Der Standard für diesen Headereintrag lautet: X-Comment-To: (Vorname Nachname) (geht auch ohne Klammern () ).
Wie man seinen Newsreader dazu bringt, eine solche Header-Zeile einzufügen, ist sehr unterscheidlich. Einige bieten diese Möglich leider auch gar nicht an.
Als Beispiel hier der Konfigurationseintrag für den beliebten Konsolen-Newsreader slrn:
set followup_custom_headers "X-Comment-To: %r"
%r ist bei slrn der Platzhalter für den Namen des Vorposters.
Steht einem die sichere Methode via Header-Eintrag nicht zur Verfügung, ist unbedingt auf eine einfache Form der Attribution-Line als erste(!) Zeile zu achten, die keinen Interpretationsspielraum für die Gateway-Software bietet. Die sicherste Zeile ist wirklich:
Kalle Testpoint schrieb: oder Kalle Testpoint wrote:
Ansonsten sind Diskussionskultur und Zitierstil im Usenet und in Fido-Echos weitestgehend kompatibel.
Was in FidoNet-Echos nicht gerne gesehen ist, sind Footer. Egal, wie lang sie sind oder ob man sie korrekt abtrennt.
Also: Nach Möglichkeit auf eine Signatur verzichten!
